Mit guter Pflege, Prophylaxe und modernem Zahnersatz bleibt die Mundgesundheit auch im Alter stabil.
Prophylaxe priorisieren
Regelmäßige Kontrollen und professionelle Zahnreinigungen verhindern Entzündungen und stabilisieren bestehende Versorgungen. Medizinische Begleiterkrankungen werden berücksichtigt.
Alltagstaugliche Pflege
Weiche Bürsten, Interdentalreiniger und fluoridhaltige Zahnpasten unterstützen die Gesunderhaltung. Bei eingeschränkter Beweglichkeit helfen Hilfsmittel wie elektrische Zahnbürsten oder Griffverstärkungen.
Prothetik, die passt
Ob Teilprothese, Vollprothese, Brücke oder Implantat getragene Lösungen – entscheidend sind Sitz, einfache Pflege und sicherer Halt beim Kauen und Sprechen.
Mit den richtigen Routinen und einer geeigneten Versorgung bleibt Lebensqualität spürbar hoch – inklusive stabilem Biss und sicherem Auftreten.[3]
Prophylaxe-Check und Prothetik-Beratung kombinieren und mit einem klaren Plan starten.
Vertiefung: Alltag, Medikamente, Pflegehelfer, Prothetik-Feinschliff
- Wechselwirkungen und Medikamente: Viele ältere Patient:innen nehmen Blutverdünner, Antihypertensiva oder Diabetes-Medikamente. Diese beeinflussen Blutungsneigung, Wundheilung und Speichelfluss. Behandlungen werden entsprechend geplant, ggf. in Rücksprache mit der Hausarztpraxis.
- Trockener Mund (Xerostomie): Häufig durch Medikamente. Gegenmaßnahmen: Speichelersatz, zuckerfreie Kaugummis (Xylit), ausreichend Trinken, milde, fluoridhaltige Produkte. Regelmäßige Kontrollen verhindern Karies an Zahnhälsen und unter Rändern.
- Pflegehelfer im Überblick: Elektrische Zahnbürsten mit Druckkontrolle, dickere Griffhüllen, Winkel‑Interdentalbürsten, Wasserirrigatoren als Ergänzung (kein Ersatz) und Zungenreiniger für frischen Atem. Bei eingeschränkter Feinmotorik sind einfache, wiederholbare Handgriffe wichtiger als Perfektion.
- Ernährung alltagstauglich: Weiche, nährstoffreiche Kost in der Eingewöhnung. Später sind viele Lieblingsspeisen wieder gut möglich, wenn Passform und Bisslage stimmen. Vitamin‑D und Proteine unterstützen die Gewebe‑ und Knochenstabilität.
- Prothesenkomfort steigern: Punktuelle Druckstellen gehören in die Praxis, nicht in die Hausapotheke. Haftmittel nur übergangsweise nutzen. Eine regelmäßige Unterfütterung erhält den Halt, wenn sich der Kieferkamm verändert.
- Kombinationen nutzen: Strategische Implantate stabilisieren Unterkiefer‑Totalprothesen spürbar (z. B. Locator, Steg). Das erhöht Kaukraft, Sprachsicherheit und Lebensqualität deutlich.
- Sturz‑ und Frakturrisiko beachten: Stabiler Zahnersatz und schmerzfreies Kauen fördern eine ausgewogene Ernährung – wichtig für Muskelkraft und Balance. Ein guter Biss ist Gesundheitsprävention.
- Recall strukturiert: 3–6‑Monats‑Intervalle für Reinigung, Passform‑Check, Bisslage und Motivationscoaching. Kleine Anpassungen verhindern große Probleme.
FAQ
Wie erkenne ich, dass Zahnersatz neu justiert werden muss?
Druckstellen, wackelnder Sitz, Pfeif‑ oder Lispelgeräusche, Essensreste unter der Prothese, Kopfschmerzen durch falsche Bisslage.
Sind Fluoridlacke sinnvoll?
Ja, besonders bei freiliegenden Zahnhälsen, reduziertem Speichelfluss oder erhöhter Kariesaktivität.
Kann ich mit Implantaten „alles“ essen?
Nach Eingewöhnung sehr viel, ja. Entscheidend sind passende Prothetik und gute Pflege.
Wer Pflege vereinfacht, Recall fix terminiert und Zahnersatz rechtzeitig justieren lässt, sichert im Alter Stabilität, Genuss und Lebensqualität – Tag für Tag.
